Kurztexte
Öko-Landbau
Berufsschule
Landwirtschaft

Berufsschule Landwirtschaft

Informationsmaterialien für Berufsschulen und die berufliche Bildung Landwirtschaft zum Thema „Öko-Landbau“
Kurzbeschreibungen zu den einzelnen Themengebieten

A1 Grundlagen

Öko-Landbau ist eine Bewirtschaftungsform, in der ganzheitliche Grundsätze die Basis bilden. Die Kenntnisse der wichtigsten Fachbegriffe und das Verständnis der ökologischen Zusammenhänge bilden daher für die Unterrichtseinheiten den Einstieg in das Thema ökologischer Landbau.

A2 Organisation

Die Grundlagen des ökologischen Landbaus liegen ca. 100 Jahre zurück. In dieser langen Zeitspanne haben sich Organisationen mit unterschiedlicher Gewichtung der ökologischen Belange entwickelt. Verschiedene Öko-Verbände sowie staatliche und europäische Verordnungen regeln den Öko-Landbau.


B1 Im Kreislauf wirtschaften

Leitgedanke im ökologischen Landbau ist das Wirtschaften im Einklang mit der Natur. Der landwirtschaftliche Betrieb mit Menschen, Böden, Pflanzen und Tieren wird als eine Art Organismus verstanden. In den Arbeitsunterlagen wird gezeigt, aus welchen Bestandteilen dieser „Öko-Organismus“ besteht.

B2 Bodenfruchtbarkeit - Fruchtfolge

Der Boden ist das Kernstück in jedem landwirtschaftlichen Betrieb. Da man Boden nicht vermehren kann, gilt es seine Fruchtbarkeit zu fördern und zu bewahren. Anhand von Foliensätzen wird die Humusbildung erklärt, die Spatendiagnose besprochen und Fruchtfolgebeispiele vorgestellt.

B3 Kulturanleitungen

Für eine Auswahl von Kulturen sind exemplarisch sog. Kultursteckbriefe hinterlegt. Angefangen von botanischen Besonderheiten bis hin zur Produktion (Sorten, Fruchtfolgestellung, Ernte, Lagerung) sind wichtige Daten aufgelistet. Außerdem enthält das Modul eine Anleitungen für die Beurteilung von Grünland sowie einen Überblick über verschiedene Kleearten.

B4 Sortenwahl und Saatgutqualität

Bei den aufgeführten Sorten (Bayerische Landesanstalt für Bodenkultur und Pflanzenbau) handelt es sich nicht um „Idealtypen“ für den Öko-Landbau, sondern um eine Auswahl aus dem derzeitigen Sortiment, die möglichst gute Kompromisse für diese Bewirtschaftungsform erwarten lässt.

B5 Pflanzenernährung – Düngung

Zunächst werden die Grundregeln der Düngung sowie wichtige Einflussfaktoren der Nährstoffversorgung im ökologischen Landbau erklärt. Beispiele für Nährstoffbilanzen sowie ein Formular für die Hoftorbilanz präsentieren Ergebnisse aus der Praxis. Eine Übersichtstabelle enthält die derzeit erhältlichen und zugelassenen Mineraldünger.

B6 Pflanzenschutz

Pflanzenschutz ist im ökologischen Landbau als ein eigenes Pflanzenschutz- und Beikrautregulierungskonzept zu verstehen. Die biologische Schädlingsbekämpfung wird am Beispiel von Blattläusen vorgestellt. Weitere Beispiele sowie die Liste der in Deutschland zugelassenen Pflanzenschutzmittel, die im ökologischen Landbau eingesetzt werden dürfen, sind verlinkt.

B7 Un-(Bei-)krautregulierung

Nach der Besprechung von vorbeugenden Maßnahmen der Unkrautregulierung werden wichtige Unkraut- und Ungrasarten besprochen. Neben der Erklärung von Grundsätzen der Unkrautregulierung werden Striegelbauarten sowie die Abflammtechnik erklärt. Die Bekämpfung von Problemunkräutern wird anhand der Ackerdistel exemplarisch vorgestellt.


C1 Allgemeine Tierhaltung

Im Öko-Landbau ist die Tierhaltung eng mit dem Kreislauf des Betriebes verbunden. Über die Tiere werden die Futtermittel in höherwertige Lebensmittel veredelt und Tiere liefern zugleich Nährstoffe für die Pflanzenproduktion. Im ersten Teil werden Grundlagen, Haltung, Züchtung, Ernährung, Gesundheit, Wirtschaftlichkeit unter diesem Gesichtspunkt näher erklärt.

C2 Spezielle Tierhaltung

Zuchtziele und -methoden, geeignete Rassen, Produktionsverfahren, Haltungssysteme sowie Fütterungsgrundsätze und geeignete Futtermittel werden anhand von Rindern (Milchkühe, Mutterkühe), Schweinen, Schafen, Ziegen und Geflügel aufgezeigt. Umfassende Literaturhinweise runden das Modul ab.


D1 Betriebswirtschaft

Voraussetzungen und betriebswirtschaftliche Folgen sowie eine Checkliste zur Umstellung stehen am Beginn dieses Kapitels. Der Vergleichsmaßstab in der Betriebswirtschaft ist der Deckungsbeitrag. Definition dieses Begriffes sowie eine Vielzahl von Beispielen erlauben u. a. Vergleiche zwischen Öko-Landbau und konventioneller Bewirtschaftung.

D2 Marketing

Erfolgreiches Vermarkten setzt Marketing voraus. Die Definition und Marketinginstrumente werden daher in diesem Modul als erstes erklärt. Eine Übersicht hinsichtlich der Distributionspolitik (Vermarktungswege) und Hinweise zur Direktvermarktung (umfassende Auflistung der Rechtsvorschriften) geben Hilfestellungen zur konkreten Handlungsumsetzung.

D3 Recht und Kontrolle

Wo „Öko“ drauf steht, ist auch „Öko“ drin! - Damit dies auch zutrifft, müssen eine Reihe von gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden, die wiederum durch eigene Kontrollorgane überwacht werden. Am Ende der Prozesskette stehen Gütezeichen und Qualitätssicherungssysteme, auf die man sich verlassen kann.

D4 Agrarpolitik

Da sich die Fördermaßnahmen für den Öko-Landbau regelmäßig verändern, werden hier nur allgemeine volkswirtschaftliche Überlegungen bzw. Hinweise zu den online verfügbaren Förderwegweisern aufgezeigt. Den Abschluss bilden Unterlagen über die Nahrungsmittelqualität im Sinne des Bio-Siegels.

Informationen Ökolandbau
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W. Janka