Ausdehnungs-
phasen
Öko-Landbau
Berufsschule
Landwirtschaft
Organisation: Grundlagen – „Bio-Landbau“

Geschichte des Bio-Landbaus

Erste Ausdehnungsphase als Reaktion auf ökologische Probleme (1924 – 1988)

  • 1924 Dr. Rudolf Steiner hält den „Landwirtschaftlichen Kursus“ und begründet damit die „Biologisch-Dynamische Landwirtschaft“
  • 1924 Gründung des Demeter-Bunds e. V.
  • Ab 1960 verbreitet sich der „Organisch-Biologische Landbau“ des Schweizers Dr. Hans Müller in Deutschland
  • 1962 Gründung der Arbeitsgemeinschaft für naturnahen Obst-, Gemüse- und Feldfrucht-Anbau e. V (ANOG) und der Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL)
  • Ende der 60-er Jahre treten neben allgemeinen Umweltproblemen vermehrt negative Folgen der industrialisierten Landwirtschaft auf
  • 1971 Gründung von Bioland - Verband für organisch-biologischen Landbau e. V.
  • 1972 Gründung der Internationalen Vereinigung ökologischer Landbaubewegungen (IFOAM)
  • In den 1970-ern steigt mit dem Beginn der Umweltbewegung die Nachfrage nach Öko-Lebensmitteln, die ersten Naturkostläden entstehen.
  • Ab 1978 sollte der Agrarfachwelt gezeigt werden, dass der ökologische Landbau mit Erfolg wirtschaften kann.
  • 1979 Gründung des Biokreis Ostbayern e. V. als Verbraucher-Erzeugergemeinschaft – in Österreich bildet sich der Verband „BIO ERNTE AUSTRIA” im gleichen Jahr.
  • 1982 wurde mit Sitz in Gräfelfing bei München der Naturland-Verband für naturgemäßen Landbau e. V. gegründet.
  • 1984 erste gemeinsame Rahmenrichtlinien zum Öko-Landbau in Deutschland
  • 1985 Gründung des Bundesverbandes Ökologischer Weinbau e. V. (BÖW), ECOVIN

Zweite Ausdehnungsphase (1988 – 2000)

  • 1988 Gründung der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau (AGÖL) als Dachverband in Deutschland
  • 1988 Gründung des Erzeugerverbandes Ökosiegel e. V.
  • Der Bioverband „Erde & Saat“ wurde im Jahr 1988 im oberösterreichischen Mühlviertel als bäuerliche Selbsthilfeeinrichtung gegründet.
  • 1989 – 1992 entdeckt die Agrarpolitik den ökologischen Landbau. Es gibt eine EU-weit gültige gesetzliche Regelung zur Verwendung des Begriffs Ökologischer Landbau. Direktzahlungen für die ökologische Landwirtschaft im Rahmen des EG-Extensivierungsprogramms (EWG) Nr. 4115/88 werden eingeführt.
  • Ab1988/89 stellen aufgrund der Direktzahlungen viele Landwirtinnen und Landwirte auf ökologischen Landbau um und das Bio-Angebot steigt stärker als die Nachfrage.
  • Rasche Ausdehnung ökologisch bewirtschafteter Flächen und Vermarktungskonzepte in den neuen Bundesländern nach der Wiedervereinigung 1990
  • 1989 Gründung der Vereinigung ökologischer Landbau e. V. Gäa
  • 1991 Gründung des Erzeugerverbandes Biopark e. V.
  • Seit 1994 wird die Einführung und die Beibehaltung des ökologischen Landbaus im Rahmen von Agrarumweltprogrammen der Länder auf der Grundlage der EG-Verordnung 2078/92 zur „Förderung umweltgerechter ... landwirtschaftlicher Produktionsverfahren“ gefördert.
  • Gemeinsam mit der „Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH“ (CMA) schuf die AGÖL 1999 das Öko-Prüfzeichen als verbandsübergreifendes Warenzeichen. Eine Übernahme der Anforderungen in das 2001 staatlich eingeführte Bio-Siegel konnte nicht erreicht werden.
  • 2000 EG-Verordnung (EG) 1257/99 zur Entwicklung des ländlichen Raums als Teil der Agenda 2000.
A2 Organisation
b3) Entwicklung ::: Seite 5 :::
aktualisiert: 08.08.2003 11:58
W. Janka
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