Unkraut-
regulierung
Öko-Landbau
Berufsschule
Landwirtschaft
Un-(Bei-)krautregulierung

Grundsätze der Unkrautregulierung

1. Die Konkurrenzkraft der Kultur stärken durch:

  • gute Bodenbearbeitungs- und Saattechnik
  • gesundes (unkrautfreies) Saatgut mit hoher Triebkraft
  • Sorten mit schneller Jugendentwicklung und langem Wuchs
  • optimaler Saatzeitpunkt
    (spätere Saat hat meist geringeren Unkrautdruck zur Folge, von der Frühsaat des Wintergetreides profitieren z. B. Acker-Stiefmütterchen, Kletten-Labkraut, Rauhaarige Wicke, Windhalm und Acker-Fuchsschwanz)
  • ausreichende Nährstoffversorgung (ausreichende Kompostierung der org. Dünger)
  • Verhinderung ungezügelter Verunkrautung bracher Flächen (Ruderalflächen, Ackerrändern etc.)

2. Die Fruchtfolgegrundsätze einhalten, d.h

  • Mehrschnittiges Kleegras als Futter oder als Flächenstilllegung einplanen
  • Abwechslung von Winterung und Sommerung
  • Optimaler Zwischenfruchtbau
    (Kruzifere Sommerzwischenfrüchte eignen sich besonders zur Einschränkung des Wachstums der Quecke)
  • Standortgerechte Kulturarten- und Sortenwahl

3. Die Bodenbearbeitungsregeln beachten:

  • Pflugfurche schafft sauberes Saatbett (Windhalm, Acker-Fuchsschwanz und Trespen-Arten werden durch nichtwendende Bodenbearbeitung gefördert.
  • Intensive Stoppelbearbeitung mit ganzflächig schneidenden Geräten
    (Reduzierung ausdauernder Unkräuter)
  • Abschleppen im Frühjahr
  • Zeitlich versetzte Saatbettbereitung

4. Striegel und Hacke optimal einsetzen:

  • bei möglichst kleinen Unkräutern
  • bei trockenen Bodenverhältnissen
  • nicht bei zusätzlichem Stress für die Kultur, z. B. bei starker Trockenheit oder Nachtfrost
  • bei verträglichen Stadien der Kulturpflanze
  • Dinkel > Weizen > Triticale > Roggen > Hafer > Gerste

5. Abflammen:

  • nur wenn andere Maßnahmen keine Wirkung zeigen
  • vor der Saat zur Bekämpfung von Samenunkräutern
  • in Reihenkulturen (Mais)
  • nicht „verbrennen“ sondern nur abtöten des Unkrautes
    (kurzzeitige Erhitzung des Proteins auf über 40 °C)

6. Sonstige Maßnahmen:

  • Klee-Gras-Untersaat - bes. in Verbindung mit der „Weiten Reihe“ im Getreidebau
  • Abdeckung des Bodens mit Mulchdecken, Polyethylenfolien, Vliese, Gras, Heu, Stroh oder Rindenkomposte
Quellen: Ökoberater Hans Schneck, Regensburg ::: Ökolandbau.de - Pflanzenschutz - Unkrautregulierung
>>> 1. Unkräuter vermeiden ist besser als bekämpfen! >>> 5. Striegelbauarten, Einflussfaktoren
>>> 2. Unkraut- und Ungrasarten (Übersichtsliste) >>> 6. Striegeleinsatz
>>> 3. Grundsätze der Unkrautregulierung >>> 7. Eigenschaften Anforderungen des Striegels:
>>> 4. Bildergalerie der Unkrautbekämpfung
>>> 8. Abflammen ::: >>> 9. Problemunkräuter
B7 Unkrautregulierung
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aktualisiert: 08.08.2003 11:58
W. Janka
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