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| Umstellungsvoraussetzungen |
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| Betriebswirtschaftliche Folgen |
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Umstellungsvoraussetzungen:
Persönlich:
Betriebsleiter, die ihren Betrieb auf ökologische
Bewirtschaftung umstellen wollen, müssen in erster Linie
offen sein für ökologische und ökonomische Grundprinzipien
und dürfen
vor allem keine Scheu haben, sich neuen unternehmerischen Aufgaben
zu stellen.
Neben der Bereitschaft, strenge gesetzliche Vorschriften einzuhalten,
muss auch eine
hohe innere Akzeptanz
für Natur und Umwelt vorhanden sein, schließlich steht
das Vertrauen der Verbraucher in die ökologisch erzeugten
Nahrungsmittel im Vordergrund. Da der Umstellungsprozess einige
Jahre dauert, sollte
dieser nachhaltige Schritt wohl überlegt sein und der Rat
von erfahrenen Beratern eingeholt werden.
Betrieblich – Einhaltung
der EU-Verordnung:
- artgerechte tierhaltungsökologische
Futtermittel
- Tierbesatz: maximal 170 kg N
je ha (~2 GV)
- Tierzukauf von Biobetrieben
- Saat- und Pflanzgut aus ökologischer
Vermehrung
- Verbot des Einsatzes von chemisch-synthetischen
Pflanzenschutzmitteln
- Verbot von mineralischen und
synthetischen Stickstoffdüngemitteln
- Verbot jeglichen Einsatzes genmanipulierter
Organismen
- Betriebskontrolle durch staatlich
zugelassene, unabhängige Kontrollstellen
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Muss der gesamte Betrieb umgestellt werden?
- Gemäß den EU-Richtlinien zum Öko-Landbau ist
eine Teilbetriebsumstellung
möglich.
- Für viele Fördermöglichkeiten (Flächenförderung)
ist jedoch eine Komplettumstellung nötig.
- Weiterhin ist die Mitgliedschaft in
einem der Anbauverbände und
der damit verbundene
Vermarktungsvorteil nur bei einer Gesamtbetriebsumstellung möglich.
Welcher Betriebstyp eignet sich am besten?
- Prinzipiell ist eine Umstellung für fast alle
Betriebe möglich, wenn der Betriebsleiter
den Zielen des ökologischen Landbaus
offen und positiv gegenübersteht und in der
Lage ist, die zum Teil erheblichen Änderungen auf seinem Betrieb
vorzunehmen.
- Technisch am leichtesten
fällt die Umstellung meist
Ackerbaubetrieben mit der Eignung zum
Hackfruchtbau (Gemüse, Kartoffeln).
- Für
Milchviehbetriebe sind eine ausreichende Flächenausstattung
und eine
Vermarktungsperspektive für Bio-Milch wichtige Voraussetzungen.
- Schwieriger ist dieser Prozess für Betriebe mit intensiver
Tierhaltung, wenn – was
häufig der Fall ist – die Ställe nicht den Richtlinien
entsprechen und in der
Vergangenheit viel Kapital in die Ställe investiert wurde.
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Quelle: Kompetenzzentrum Ökolandbau
Niedersachsen
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